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Wärmepumpen-ABC

Einfach erklärt funktioniert eine Wärmepumpe ähnlich, wie ein Kühlschrank – nur umgekehrt. Die warme Luft aus der Umwelt wird durch das Kältemittel aufgenommen, das die Eigenschaft hat, auch bei relativ niedrigen Temperaturen zu verdampfen. Wärmepumpen sind eine moderne und umweltfreundliche Alternative zu fossilen Energieträgern. Welche Begriffe Sie kennen sollten, erfahren Sie hier von A bis Z.


Index A

A/V-Verhältnis
Das A/V-Verhältnis ist eine wichtige Größe, die zur Ermittlung des Gebäudeenergiebedarfs herangezogen wird. Grundsätzlich gilt: Kompakte Gebäude mit einem kleinen A/V-Verhältnis benötigen weniger Energie als Gebäude mit einem großen A/V-Verhältnis – auch wenn das Volumen an sich gleich bleibt.
 
Abluft
Als Abluft wird die unterschiedlich warme Luft beschrieben, die aus einem Raum abgesogen wird. Bei energieeffizienten Systemen wird die in der Abluft enthaltene Energie dem System zugeführt (Wärmerückgewinnung).
 
Abtauung
Bei Außentemperaturen, die sich dem Gefrierpunkt nähern, setzt sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit am Verdampfer der Wärmepumpe in Form von Eis ab. Um die Effizienz der Luft/Wasser-Wärmepumpe zu erhalten, muss der Verdampfer in vordefinierten Zeitabständen abgetaut werden. Für diesen automatisch ablaufenden Vorgang wird Wärme z. B. aus dem Pufferspeicher genutzt.
 
Anlageninhalt
Der Anlageninhalt beschreibt das Gesamtvolumen des Wassers im Heizungssystem, inkl. der Inhalte aller Speicher, Rohrverbindungsleitungen etc.
 
Anlaufstrom
Beim Starten einer konventionellen Wärmepumpe wird für eine kurze Zeit Spitzenstrom benötigt. Bei einer invertergeregelten Wärmepumpe ist diese Spitzenlast allgemein nicht genau zu bestimmen, aufgrund der Modulation fällt sie aber meist geringer als bei konventionellen Geräten aus. Ein Sanftanlasser, mit dem ein plötzliches Anfahren des Verdichters verhindert wird, ist bei einem invertergeregelten Kompressor nicht notwendig.
 
Arbeitsmittel
s. Kältemittel

Arbeitszahl
Die Arbeitszahl beschreibt das Verhältnis von erzeugter Wärmeenergie zur eingesetzten elektrischen Energie. Da diese Größe im Jahresverlauf stark variiert, wird zur Betrachtung der Systemeffizienz oft die Jahresarbeitszahl (JAZ) hinzugezogen, die das Verhältnis auf Jahresbasis betrachtet.
 
Arbeitszahl = Wnutz/Wel
Wnutz = Heizwärme in kWh; Wel = eingesetzte elektrische Energie in kWh.
 
Aufstellungshinweise
Sowohl für das Außen- wie auch für das Innenmodul gibt es Aufstellungshinweise, die unbedingt beachtet werden sollten. Eine richtige Aufstellung der Geräte ist für eine optimale Funktionsweise besonders wichtig.
 
Ausdehnungsgefäß
Das Ausdehnungsgefäß kommt zum Einsatz, damit eine Heizungsanlage auch das durch Erwärmung ausgedehnte Wasser problemlos fassen kann. In der Vergangenheit wurden oft offene Ausdehnungsgefäße mit Luftverbindung eingesetzt, die höher angebracht sein mussten als der höchstgelegene Heizkörper. Heute wird das geschlossene Membran-Ausdehnungsgefäß mit einer Füllung aus Stickstoff angewandt. Wichtig ist, dass das Ausdehnungsgefäß so bemessen ist, dass das zusätzlich entstehende Wasser-Volumen aufgenommen werden kann.
 
Außenaufstellung
Bei der Außenaufstellung einer Luft/Wasser-Wärmepumpe wird der Verdampfer des Gerätes außerhalb eines Gebäudes aufgestellt. Damit entfällt ein erheblicher Flächenbedarf im Inneren des Gebäudes. Gleichzeitig müssen keine Luftkanäle und großflächige Wanddurchbrüche erstellt werden.


Index B

BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn bei Frankfurt am Main ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie; es übt auch Aufgaben für andere Bundesministerien aus.
 
Betriebskosten
Die Betriebskosten einer Wärmeerzeugungsanlage setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. So gehören zu den Betriebskosten u. a. die finanziellen Aufwendungen für Betriebsmittel, wie z. B. für Bedienung, Wartung oder auch für ggf. notwendige Versicherungen.
 
Betriebsspannung
Die Betriebsspannung ist die in Volt angegebene Spannung, die für den Betrieb einer Wärmepumpe notwendig ist.
 
Betriebsweise
Man unterscheidet grundsätzlich zwischen drei Betriebsweisen: monovalent, monoenergetisch, bivalent. Bei der monovalenten Betriebsweise ist die Wärmepumpe so ausgelegt, dass sie alleine den Wärmebedarf decken kann. Bei der monoenergetischen Betriebsweise einer elektrischen Wärmepumpe kann zusätzlich der Elektroheizstab zum Einsatz kommen. Die bivalente Betriebsweise lässt in der Anlage neben der Wärmepumpe einen weiteren Wärmeerzeuger zu, z. B. einen Gas-Brennerkessel. Die Regelung lässt im Bivalentbetrieb verschiedene Umschaltvorgaben zwischen der Wärmepumpe und dem Heizkessel zu (kostenoptimiert, CO2-optimiert oder außentemperaturgesteuert).
 
Bivalent
s. Betriebsweise
  
Bivalenztemperatur/-punkt
Die Bivalenztemperatur beschreibt die Außentemperatur, bei der es im Bivalentbetrieb zum Wechsel zwischen einer Wärmepumpe und einem zweiten Wärmeerzeuger kommt.


Index C

CE-Zeichen
Das CE-Zeichen ist ein Konformitätszeichen, das die Einhaltung der relevanten europäischen Richtlinien bescheinigt.
 
COP (Coefficient of Performance)
Der COP-Wert (Coefficient of Performance) gibt das Verhältnis von Wärmeleistung zur eingesetzten elektrischen Leistung an. Die bei Mitsubishi Electric angegebenen COP-Werte sind unter genormten Prüfbedingungen nach EN 14511 ermittelt worden und werden immer unter Angabe der bei der Messung zugrundeliegenden Heizleistung, Außentemperatur und Wasservorlauftemperatur angegeben.


Index D

D-A-CH-Gütesiegel
Das D-A-CH-Gütesiegel ist als offizielles Wärmepumpen-Gütesiegel seit dem 3. Mai 1999 in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Kraft. Wärmepumpen von Mitsubishi Electric verfügen über das Gütesiegel, sofern es sich nicht um objektbezogene Anlagen und Spezialanfertigungen handelt.
 
Dimensionierung
Die Dimensionierung einer Wärmepumpe beschreibt die an den Wärmebedarf angepasste Wärmeleistung, welche die Grundlage für einen effizienten Betrieb der Anlage schafft. Sowohl zu groß wie auch zu klein dimensionierte Anlagen verursachen in der Anschaffung und/oder im Betrieb unnötige Kosten, die Anlage arbeitet wenig wirtschaftlich.


Index E

Effizienz
Die Effizienz einer Wärmepumpe charakterisiert ihren Wirkungsgrad. Beschrieben wird die Effizienz z. B. durch die Jahresarbeitszahl (JAZ) oder den COP-Wert.
 
EHPA-Gütesiegel
Das EHPA-Gütesiegel (früher D-A-CH-Gütesiegel) soll eine hohe Qualität der auf dem Markt erhältlichen Wärmepumpen sichern. Mit dem Gütesiegel werden nur Produkte gekennzeichnet, die entsprechende technische, planerische sowie servicespezifische Qualitätsrichtlinien für Wärmepumpen erfüllen. Die Erfüllung dieser Richtlinien garantiert eine hohe Energieeffizienz und Betriebssicherheit von Wärmepumpensystemen.
 
Elektrischer Anschluss
Der elektrische Anschluss einer Wärmepumpe darf nur von einem Fachmann durchgeführt werden. Dazu muss die Wärmepumpe zunächst bei dem zuständigen Energieversorger angemeldet werden. Für die Wärmepumpe wird ein eigener Stromzähler benötigt, wenn ihr Stromverbrauch über einen Wärmepumpentarif abgerechnet werden soll. Beim elektrischen Stromanschluss ist zu beachten, dass Wärmepumpen mit einer höheren Leistung einen 3-Phasen-Stromanschluss mit 400 Volt benötigen (siehe Betriebsspannung).
 
Elektroheizstab
Der Elektroheizstab unterstützt im Bedarfsfall den Betrieb einer Wärmepumpe.
 
Estrichaufheizprogramm
Neu aufgebrachter Estrich muss nach einem bestimmten Schema aufgeheizt werden, um Risse o. Ä. zu vermeiden. Die Ecodan Regelung verfügt über ein automatisches Programm, das ggf. angepasst werden kann.
  
EVU-Sperrzeiten
s. Sperrzeiten
 
Expansionsventil
Ein Expansionsventil spielt bei einer Wärmepumpe eine besondere Rolle. Zwischen dem Verflüssiger und dem Verdampfer angebracht, dient es zur Absenkung des Druckes des Kältemittels und der Regelung der Einspritzung des Kältemittels.


Index F

Fernbedienung
Zusätzlich zu der in der Inneneinheit enthaltenen Regelung kann z. B. im Wohnzimmer eine Funkfernbedienung installiert werden. Ohne umständliche Verkabelung können dann die wichtigsten Wärmepumpenfunktionen und Einstellungen komfortabel über die Funkfernbedienung verändert werden.
 
Flächenheizung
Eine Flächenheizung kommt mit relativ niedrigen Vorlauftemperaturen des Heizungswassers aus, was durch große Heizflächen ermöglicht wird. Das Wasser durchströmt dabei die im Boden (Fußbodenheizung), an der Wand (Wandheizung) oder unter der Decke (Deckenheizung) verlegten Rohrleitungen. Die niedrigen Wassertemperaturen begünstigen einen effizienten Wärmepumpenbetrieb. Zusätzlich sorgen die Flächenheizungen für eine milde, gleichmäßige Wärme über die gesamte Oberfläche und schaffen dadurch ein größeres Behaglichkeitsempfinden.


Index H

Heizleistung
Die Heizleistung einer Wärmepumpe beschreibt die nutzbare Heizwärmemenge, die innerhalb einer bestimmten Zeit unter vorgegebenen Bedingungen abgegeben wird. Die Heizleistung wird in Kilowatt (kW) angegeben. Bei Wärmepumpen werden immer die Betriebsparameter – bestehend aus der Außentemperatur und der Wasservorlauftemperatur – angegeben. So z. B. A2/W35: Außentemperatur = 2 °C, Wasservorlauftemperatur = 35 °C).
 
Heizstrom
Verschiedene Energieversorgungsunternehmen bieten für die Nutzung von elektrischen Raumheizungs- und Warmwasserversorgungssystemen spezielle Sondertarife an. So können Nachtspeicheröfen und Wärmepumpen-Heizungsanlagen sowie Anlagen zur Warmwasserversorgung mit günstigerem Heizstrom betrieben werden.
 
Heizwärmebedarf
Der Heizwärmebedarf ist die Energiemenge, die das Heizsystem im Jahresverlauf für die Beheizung der Räume und die Erwärmung des Trinkwassers bereitstellen muss. Zur Berechnung des Heizwärmebedarfs werden folgende Faktoren hinzugezogen: der Transmissionswärmebedarf, d. h. Wärme, die durch Außenwände, Fenster und Dach verloren geht, und der Lüftungswärmebedarf, also Wärme, die durch aktives und passives Lüften verloren geht. Reduziert wird dieser Bedarf durch interne Wärmegewinne, z. B. Körper- und Gerätewärme, sowie die passiven solaren Wärmegewinne (z. B. Einstrahlung durch Südfenster). In Deutschland legt die Energieeinsparverordnung (EnEV) das Verfahren zur Berechnung des Jahres-Heizwärmebedarfs fest.
 
Hydraulischer Abgleich
Der hydraulische Abgleich ist ein Verfahren, bei dem innerhalb einer Heizungsanlage jeder einzelne Heizkörper oder auch jeder Heizkreis einer Flächenheizung bei einer festgelegten Vorlauftemperatur genau mit der Wärmemenge versorgt wird, die benötigt wird, um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Ein hydraulischer Abgleich ist Voraussetzung für die Förderung der Heizungsmodernisierung durch die KfW. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), zuständig für die Förderzuschüsse aus dem Marktanreizprogramm zur Nutzung erneuerbarer Energien (MAP), fordert den hydraulischen Abgleich.
 
Hydromodul
Ein Hydromodul ist ein Teil des Ecodan Wärmepumpensystems. Das Modul wird im Gebäude installiert und je nach Ausführung über wasser- oder kältemittelführende Leitungen mit der Außeneinheit verbunden. Auf der anderen Seite werden an das Hydromodul wichtige Komponenten der Heizungsanlage, wie Puffer- und Trinkwasserspeicher, angeschlossen.


Index I & J

Inbetriebnahme von Wärmepumpen
Mitsubishi Electric bietet bei neu zu installierenden Anlagen einen Inbetriebnahmeservice für Wärmepumpen an. Der Vorteil dabei: Zertifizierte Partnerunternehmen führen im Vorfeld eine Reihe vordefinierter Arbeiten durch. Neben der Überprüfung der Installation wird die Wärmepumpenanlage u. a. fachgerecht kältetechnisch angeschlossen, die Regelung der Anlage wird optimal eingestellt und dem Betreiber erklärt.

Invertertechnologie
Die sogenannte Invertertechnologie sorgt in modernen Luft/Wasser-Wärmepumpen dafür, dass die Leistung exakt angepasst wird. Im Kern wird dabei der Kompressor stufenlos geregelt. So wird zum einen die Leistungsaufnahme des Kompressors beeinflusst und zum anderen die Heizleistung des gesamten Systems kontrolliert.
 
Jahresarbeitszahl
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) wird zur Ermittlung der Energieeffizienz bei mehr als nur einer Außentemperaturbedingung verwendet. Hierbei werden nach VDI 4650 3 Außentemperaturbedingungen zu Grunde gelegt, die entsprechend der Stundenhäufigkeit bewertet werden. Der rein rechnerisch ermittelte Wert weicht aber vom tatsächlichen Wert gewöhnlich ab. Der tatsächliche JAZ-Wert hängt stark vom Nutzerverhalten und anderen Faktoren ab, wie z. B. von der Warmwassertemperatur im Trinkwasserspeicher oder von der Dauer und Intensität des Winters.


Index K

Kältemittel
Das Kältemittel ist das Arbeitsmittel einer Wärmepumpe und wird in einem geschlossenen Kreislauf genutzt. Es entzieht der Luft Energie und erhitzt gleichzeitig das Wasser. Dabei wird es nicht verbraucht, sondern verändert lediglich seinen Zustand, indem es verdampft und sich verflüssigt.
 
Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid entsteht bei der Verbrennung fossiler Energieträger. Die Ecodan Regelung kann im Bivalenzmodus auch anhand von eingegebenen CO2-Emissionen entscheiden, ob in einem bestimmten Moment für eine bessere Umweltbilanz der Heizkessel oder die Wärmepumpe arbeiten soll.
 
Kompressor
Der Kompressor (Verdichter) ist ein wesentliches Bauteil einer Wärmepumpe. Es gibt verschiedene Kompressortypen, die auf unterschiedliche Art zwei Aufgaben erfüllen: den Transport der aufgenommenen Wärme in das Gebäude sowie das Erhitzen des Kältemittels durch Kompression. Ecodan Systeme verwenden zur Kompressorsteuerung Inverterplatinen, die eine modulare, bedarfsabhängige Leistungsanpassung (und damit auch eine bedarfsabhängige Stromaufnahme) erlauben.
 
Kondensationstemperatur
Wird die Kondensationstemperatur erreicht, so geht das Kältemittel vom gasförmigen in den flüssigen Zustand über. Die Veränderung des Zustands erlaubt den Entzug der Energie aus der Umgebungsluft.
 
Kondensatwanne
Die Kondensatwanne fungiert als Auffangbehältnis für das im Verdampfer angesammelte Wasser, das dann zentral abgeleitet werden kann. Einem Abtropfen auf den Boden wird somit entgegengewirkt.


Index L

Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme ist die in Kilowattstunden (kWh) angegebene Energiemenge, die in Form von elektrischem Strom für den Betrieb einer Wärmepumpe benötigt wird.
 
Luft/Wasser-Wärmepumpen
Eine Luft/Wasser-Wärmepumpe ist eine elektrisch angetriebene Arbeitsmaschine, welche die in der Umgebungsluft gespeicherte Sonnenenergie nutzbar macht. Die Ecodan Luft/Wasser-Wärmepumpensysteme bestehen dabei immer aus zwei Teilen: einer Außeneinheit, die der Außenluft die Energie entzieht, und einem Innenmodul, das für den Transport der Energie in das Heizungssystem notwendig ist.
 
Luft-Wärmepumpe
s. Luft/Wasser-Wärmepumpe


Index M & N

MAG
s. Ausdehnungsgefäß
 
Manometer
Ein Manometer dient der Anzeige des in der Heizungsanlage herrschenden Wasserdrucks. Dieser wird in bar angegeben.
 
Modulation, stufenlose
s. Invertertechnologie
 
Monoblock-Wärmepumpe
Eine Monoblock-Wärmepumpe besteht aus zwei Modulen: einem Außengerät und einem Hydro- oder Speichermodul im Inneren des Gebäudes. Das Monoblock-System sorgt für eine maßgebliche Vereinfachung der Installation auf der kältetechnischen Seite: Hier befindet sich der Plattenwärmetauscher direkt in der Außeneinheit. Das heißt, die Energie wird über gut isolierte Wasserleitungen (Vor- und Rücklauf) von der Außeneinheit in die Inneneinheit übertragen.
 
Monoenergetisch
s. Betriebsweise
  
Monovalent
s. Betriebsweise


Index O & P

Plattenwärmetauscher
Ein Plattenwärmetauscher wird zur Übertragung der Energie vom Kältemittel zum Wasser verwendet. Dieser besteht aus einer Vielzahl an Edelstahlplatten, die parallel zueinander angeordnet sind. Ihre Zwischenräume werden abwechselnd von Kältemittel und Wasser durchströmt. Die damit entstehende große Wärmetauscherfläche begünstigt einen effizienten Austausch bei kleinen Außenmaßen.
  
Power Inverter
Bei Power Invertern handelt es sich um eine Invertertechnologie, die bei Luft/Wasser-Wärmepumpen eingesetzt wird. Der Betrieb ist bei diesen Kompressorentypen bis -20 °C garantiert. Ein spezieller Power Receiver zur Unterkühlung des Kältemittels in Kombination mit zwei individuell gesteuerten Expansionsventilen erzielt eine optimale Heizleistung bei besonders energiesparendem Betrieb. Typische Einsatzgebiete des Power Inverters sind Neubauten und Bestandsgebäude mit guter Dämmung und großen Wärmeübertragungsflächen, etwa einer Fußbodenheizung.
 
Pufferspeicher
Der Pufferspeicher erfüllt in Heizungsanlagen mit Wärmepumpe eine Reihe wichtiger Funktionen: Er erhöht die mittleren Laufzeiten der Wärmepumpe, indem Heizungswasser über eine längere Zeitperiode erwärmt und gespeichert wird. Außerdem fungiert der Pufferspeicher als Systemtrennung, liefert im Abtaubetrieb die notwendige Energie und dient als hydraulische Weiche.


Index Q & R

Qualitätssiegel Raumklimageräte
Mit dem „Qualitätssiegel Raumklimageräte“ wird bestätigt, dass Raumklimageräte entsprechend den aktuell gültigen gesetzlichen Bestimmungen gekennzeichnet und alle in den zugehörigen Datenblättern, Bedienungsanleitungen und ähnlichen Dokumenten gemachten wichtigen technischen Daten richtig sind. Die Vergabestelle (Fachverband Gebäude-Klima e. V. – FGK) prüft, ob sich diese Daten auf genormte Rahmenbedingungen beziehen, um auf diese Weise eine einfache Vergleichbarkeit zwischen den Geräten verschiedener Anbieter zu gewährleisten.
 
Raumfernbedienung
s. Fernbedienung
 
Rücklauftemperatur
Als Rücklauftemperatur wird die Temperatur des Heizungswassers bezeichnet, die das Wasser beim Zurückfließen aus dem Wärmeverteilungssystem zum Wärmeerzeuger hat.


Index S

Schalldruckpegel
Der Schalldruckpegel wird in der Einheit dB (A) angegeben. Es handelt sich um eine physikalische Messgröße der Lautstärke, die in Abhängigkeit von der Entfernung der Schallquelle ermittelt wird. In der Regel wird der Schalldruckpegel in einem Meter Entfernung von der Wärmepumpe angegeben.
 
Schallleistungspegel
Der Schallleistungspegel ist eine physikalische Messgröße der Lautstärke, welche unabhängig von der Entfernung der Schallquelle in der Einheit dB (A) gemessen wird.
 
Sekundärkreislauf
Als Sekundärkreislauf wird der Wärmeverteilungskreislauf zwischen dem eingesetzten Pufferspeicher und den Verbrauchern bezeichnet.
 
Sonnenenergie
Sonnenenergie wird von Wärmepumpen immer indirekt umgesetzt. Sie nutzen die in der Luft, in der Erde oder im Wasser gespeicherte Sonnenenergie für die Erwärmung von Gebäuden und zur Bereitung von Trinkwarmwasser.

Speichermodul
Ein Speichermodul ist ein Teil des Ecodan Wärmepumpensystems. Das Modul wird im Gebäude installiert und je nach Ausführung über wasser- oder kältemittelführende Leitungen mit der Außeneinheit verbunden. Ein Speichermodul beinhaltet einen integrierten Trinkwarmwasserspeicher mit bis zu 200 Litern Inhalt.
  
Sperrzeiten
Es gibt folgende Sperrzeiten für die Unterbrechung der Energiezufuhr bei Wärmepumpen: Die Bundestarifordnung erlaubt es den Energieversorgungsunternehmen, bis zu 2 Stunden hintereinander, aber insgesamt nicht länger als 6 Stunden innerhalb von 24 Stunden die Stromzufuhr für den Betrieb der Wärmepumpe zu unterbrechen.
 
Split-Wärmepumpe
Bei der Split-Wärmepumpe wird die Energie per Kältemittel bis in das Gebäude transportiert. Der Plattenwärmetauscher befindet sich in der Inneneinheit, die Außeneinheit ist per Kältemittelleitung angeschlossen. Das Split-Prinzip erhöht die Gesamteffizienz des Systems. Außerdem stellt es die bevorzugte Lösung dar, wenn größere Entfernungen zwischen Innen- und Außeneinheit zu überbrücken sind. Je nach Leistungsgröße der Wärmepumpe sind Leitungslängen bis zu 80 Metern möglich.


Index T & U

Temperaturspreizung
Bei der Temperaturspreizung handelt es sich um die Temperaturdifferenz zwischen Ein- und Austrittstemperatur eines Wärmeträgermediums an der Wärmepumpe. Sie bezeichnet also den Unterschied zwischen Vor- und Rücklauftemperatur.
 
Trinkwarmwasserspeicher
Ein Trinkwarmwasserspeicher ist ein Behälter zur Aufbewahrung von warmem Trinkwasser mit einer maximalen Temperatur von 90 °C. Der Speicher ist üblicherweise wärmegedämmt und wird durch die Wärmepumpe indirekt beheizt. Das bedeutet, dass das Trinkwasser mittels eines Wärmetauschers erwärmt wird. Die Ecodan Wärmepumpen-Speicher der Serie WPS verfügen je nach Nennvolumen über groß dimensionierte Glattrohrwärmeübertrager mit Oberflächen von 3,2 bis 6,2 m2, die für ein schnelles Aufheizen sorgen.
 
Umwälzpumpe
Die elektrisch betriebene Umwälzpumpe ermöglicht den Transport eines flüssigen Mediums (z. B. Wasser) in geschlossenen Leitungssystemen.


Index V

Verdampfer
Als Verdampfer wird der Wärmeaustauscher einer Wärmepumpe bezeichnet, in dem durch Verdampfen des Kältemittels der Außenluft bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck Wärme entzogen wird.
 
Verdampfungstemperatur
Beim Eintritt des Kältemittels in den Verdampfer besitzt es eine Temperatur, die als Verdampfungstemperatur bezeichnet wird.
 
Verdichter
s. Kompressor
 
Verflüssiger
Als Verflüssiger oder Kondensator wird ein Wärmetauscher an der Wärmepumpe bezeichnet, in dem das Kältemittel verflüssigt wird, wobei es die gespeicherte Wärme an den Verbraucher abgibt.
 
Vorlauftemperatur
Die Vorlauftemperatur ist die Temperatur, mit der das Heizungswasser vom Wärmeerzeuger in das Wärmeverteilungssystem fließt. Anlagen mit reinen Flächenheizungen (Fußboden-, Wandheizungen) kommen mit 25 bis 40 °C aus.


Index W

Wandheizung
s. Flächenheizung
 
Wärmebedarf/Heizlast
Der Begriff Heizlast bezeichnet den nach DIN EN12831 zu ermittelnden Bedarf zur Beheizung von Gebäuden.
 
Wärmetauscher Ein Wärmetauscher (auch Wärmeübertrager) ist ein Gerät, das die Wärme eines Mediums an ein anderes oder das gleiche Medium übertragen kann, ohne dass sich die Medien dabei vermischen. Wärmetauscher findet man u. a. in Warmwasserspeichern in Form von gewickelten Rohren oder Rohrbündeln zur Übertragung der Heizwasserwärme an das Trinkwasser.


Index X bis Z

Zubadan Inverter
Die patentierte Zubadan Inverter Technologie stellt das aktuelle Optimum in der Luft/Wasser-Wärmepumpentechnologie dar. Der Zubadan Kältekreislauf arbeitet auch bei tiefen Außentemperaturen stabil. So kann das System auch bei -15 °C die volle Heizleistung zur Verfügung stellen. Und selbst bei -25 °C lässt sich die Zubadan Wärmepumpe noch zuverlässig und effizient betreiben. Das heißt, ein Überdimensionieren der Anlage als Sicherheitspuffer für den Heizbetrieb ist dank der Zubadan Technologie absolut überflüssig.